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IMPRESSUM   
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LEADER - Jahrestagung 2026

Am 22. und 23. Juni 2026 wurde Bad Kleinkirchheim zum Treffpunkt der österreichischen LEADER-Regionen. Rund 120 Vertreter:innen – darunter LAG-Manager:innen, Obleute sowie Vertreter:innen der Bundesländer, des Bundesministeriums und der ländlichen Innovationsnetzwerke – kamen zum Austausch zusammen.

 
 
  Im Rahmen der LEADER-Jahrestagung und der Mitgliederversammlung des LEADER-Forums Österreich stand vor allem die Zukunft von LEADER 2028+ im Mittelpunkt. Die Botschaft ist klar: LEADER ist weit mehr als ein Förderprogramm. LEADER stärkt die Zusammenarbeit in den Regionen, bringt europäische Fördermittel dorthin, wo sie wirken und schafft nachhaltige Zukunftsperspektiven für den ländlichen Raum.  

Wirtschaftsstrukturanalyse Unterkärnten

  Im Auftrag der LAG Regionalkooperation Unterkärnten und in Kooperation mit den Wirtschaftskammer-Bezirksstellen Völkermarkt und Wolfsberg wurde die Firm CIMA GmbH mit der Untersuchung unseres Wirtschaftsraumes beauftragt.

 
  Die Präsentation der Ergebnisse wurden am 10. Juni den Gemeindevertreter:innen und Wirtschaftstreibenden präsentiert. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Region über eine solide wirtschaftliche Basis verfügt, jedoch durch den demografischen Wandel, Kaufkraftabflüsse in den Zentralraum und durch den Strukturwandel vor großen Herausforderungen steht. Trotz dieser Entwicklungen beträgt die einzelhandelsrelevante Kaufkraft bei rund € 24.400 pro Einwohner und damit über dem Kärntner Durchschnitt, der bei € 23.650 liegt. Während der Tourismus die wichtigste externe Kaufkraftquelle darstellt, steht die Wettbewerbsfähigkeit des Handels unter enormen Druck, nur ein Drittel der Betriebe gilt als hoch wettbewerbsfähig. Erfreulich ist, dass die Bezirksgemeinden über gute infrastrukturelle und bauliche Voraussetzungen verfügen, aber die Leerstände nur eingeschränkt marktfähig sind.  

Koralmbahn - Transformation durch Verbindung

  Die Tagung der Österreichischen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft (ÖVG) am 18. Juni in Graz und Klagenfurt stand unter dem Motto „Transformation durch Verbindung – 6 Monate Koralmbahn“. Im Fokus standen die ersten Erfahrungen und Entwicklungsperspektiven seit der Inbetriebnahme der Koralmbahn.
 
   

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Vortrag von Karl Eisner und Peter Plaimer zum Verladebahnhof Kühnsdorf, der als Logistikstandort für den Güterverkehr im Süden Österreichs vorgestellt wurde. Die Anbindung an die Koralmbahn stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Region und schafft wichtige Voraussetzungen für weiteres wirtschaftliches Wachstum. Darüber hinaus wurden die Chancen der neuen Bahnverbindung für Pendlerinnen und Pendler, den Tourismus und die Standortentwicklung diskutiert und Adrian Plessin von der Kärntner Landesregierung präsentierte die Koralmbahn-Strategie unseres Bundeslandes als standortpolitisches Instrument, die bereits durch die Verbesserung des MikroÖVs deutliche Erfolge vorzuweisen hat. 

Die Tagung machte deutlich, dass Verkehrsinfrastruktur weit über den Personenverkehr hinausreicht und auch für leistungsfähige Güterlogistik entscheidend ist. Der Verladebahnhof Kühnsdorf wurde dabei als beispielhaftes Projekt für die nachhaltige Transformation des Wirtschafts- und Logistikstandorts Südösterreich hervorgehoben.

Schulterschluss für die Zukunft von LEADER

"LEADER in Kärnten ist unverzichtbar" - Mit dieser klaren Botschaft trafen sich die Obleute der Kärntner LEADER-Regionen gemeinsam mit den LAG-Manager:innen am Montag, den 22. Juni 2026 zu einem Abstimmungsgespräch in Radenthein.

 
 
Einigkeit herrschte darüber: LEADER muss auch nach 2028 als starkes Instrument der Regionalentwicklung erhalten bleiben und ausreichend finanziell ausgestattet werden. Denn LEADER bedeutet Fördermittel für unsere Gemeinden, Vernetzung von Menschen, Gemeinden, Vereinen und Wirtschaft, innovative Projekte und regionale Zusammenarbeit und mehr Lebensqualität und Zukunftsperspektiven im ländlichen Raum. Deshalb ziehen die Kärntner LEADER-Regionen an einem Strang und setzen sich für starke Regionen und eine zukunftsfähige LEADER-Finanzierung ein.    

LINC2026 - Europas Regionen treffen sich

Das LEADER-Netzwerktreffen auf europäischer Ebene fand heuer vom 26. bis 28. Mai 2026 in Jūrmala, Lettland statt. Aus Kärnten nahmen Vertreter aus den LEADER-Regionen Hermagor, Carnica-Klagenfurt-Umland, Villach-Umland und Unterkärnten teil. Insgesamt waren über 100 LEADER-Regionen aus 24 Mitgliedsstaaten vertreten.  
 
    Der Auftakt erfolgte am 9. und 10. April 2026 bei einer gemeinsamen Klausur im Rosental – ein wichtiger Schritt hin zu einer noch engeren, regionsübergreifenden Kooperation. Gerade mit Blick auf die Zukunft zeigt sich: LEADER ist weit mehr als ein Förderprogramm – LEADER ist aktive RegionalentwicklungZiel der Veranstaltung ist der Austausch von Erfahrungen, Wissen und innovativen Ideen im Rahmen des LEADER-Ansatzes sowie die Präsentation erfolgreicher Projekte und Kooperationen für die Erhaltung der Lebensqualitäten in ländlichen Räumen. Die Konferenz bietet der LEADER-Gemeinschaft einen hohen Mehrwert durch internationale Vernetzung, die Entwicklung neuer Partnerschaften und die Anbahnung transnationaler Kooperationsprojekte. Besonders wertvoll sind die Fachworkshops, Exkursionen und Austauschformate, die den direkten Wissenstransfer zwischen Lokalen Aktionsgruppen fördern. Damit stärkt LINC 2026 die Innovationskraft, Sichtbarkeit und Zukunftsfähigkeit der LEADER-Gemeinschaft und leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung ländlicher Räume in Europa..

Internationale Fachexkursion "Value of Water"

Das transnationale LEADER-Projekt „Der Wert des Wassers“ baut auf dem natürlichen Wasserreichtum in den Steiner Alpen und den Apennin in Italien auf. Beide Regionen verfügen über wichtige Schutzgebiete und über ein vielfältiges Tourismusangebot. Klimaveränderungen und die stetig steigenden Nutzungskonflikte bedrohen die nachhaltige Wasserversorgung der umliegenden Gemeinden und stellen eine Gefahr für den Erhalt der Biodiversität dar.

 
 
    Vom 11. bis 14. Mai 2026 fand eine Exkursion der LEADER-Partnerregionen aus Slowenien und Italien in Unterkärnten statt. In Bad Eisenkappel wurde die Delegation von Frau Bgm.in Elisabeth Lobnik herzlich begrüßt, das VIVEA Thermalbad und der Geopark Karawanken-Karawanke vorgestellt. Ein Spaziergang durch das Natura 2000 Schutzgebiet Trögerner Klamm, eine Besichtigung des Draukraftwerkes Lavamünd, der Besuch der Rosaliengrotte, ein Besuch des Griffner Schlossberges, eine Floßfahrt auf der Drau und die Vorstellung der Hochwasser-Schutzmaßnahmen in Lavamünd waren u.a. Themen des fachlichen Austausches. Kulinarische Eindrücke gewannen die Teilnehmer:innen im Rahmen einer Produktverkostung u.a. durch den Hadn-Verein, das Gšeft und Lavanttaler Weinproduzenten.

Weitere Beiträge …

  1. Gemeinsam stark - LEADERWerkstatt.Kärnten
  2. Sicherheitstag 2026 in Bleiburg
  3. 1. PAG-Sitzung & Generalversammlung 2026
  4. Neues aus dem kultura:um Unterkärnten
  5. Nistkastenausgabe im Blühenden Unterkärnten
  6. Inbetriebnahme Westbahn
  7. Regionales Entwicklungsleitbild für Völkermarkt
  8. Spatenstich in Kühnsdorf
  9. Eröffnung des Koralmbahn
  10. Value of Water - transnationales LEADER-Projekt

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